Weinhandel

Der Weinhandel existiert schon seid ca. 1000 v.Chr. , da er damals schon exportiert wurde. Wein sprach sich als Genussmittel ziemlich schnell herum und somit wurde der Wein auch zu jene gebracht, die nicht in der Nähe von Weingütern oder Weinbergen wohnten. Damals wurde der Wein in Fässern gelagert und verkauft. Selbst für Gäste in Restaurants wurde der Wein aus Fässern in die Gläser gefüllt. Dies wird heutzutage fast gar nicht mehr gemacht. Der Handel mit Weinfässern ging ab den 1920er Jahren zurück. Dies lag daran, das der Baron de Rothschild die einzelne Schritte der Weinproduktion bis hin zur Flaschenabfüllung selbst in die Hand nahm und somit der Fässerverkauf abnahm. So wurde über die Jahre hinweg der Wein nur noch in Flaschen abgefüllt. Um diese zu versenden wurden die Weinflaschen dann in Kisten und dann auf Paletten gepackt. Für Weine aus Spanien und Übersee ist es sehr preiswert mit Wein Tankladungen zu arbeiten. Hierbei wird der Wein dann in einem Tank transportiert und erst am Ziel dann in Flaschen gefüllt, die zu den Händlern transportiert werden.

Da viele Weine eine sehr lange Zeit lagern müssen bis sie verkauft werden können, hat das Weingut sein Kapital gebunden. Deswegen werden viele Weine auch direkt nach der Ernte, zeitnah verkauft. So kann der Winzer schauen, wie der jeweilige Wein bei den Kunden ankommt. Auch preisen die Winzer ihre Weine dem Einzelhandel und natürlich auch Privatkunden an. Diese müssen vorab das Geschäft dann eingehen, für den raren Wein schon zu bezahlen, diesen aber erst später zu bekommen. In der Regel bleibt der Wein nach dem Angebot noch 1-1,5 Jahre auf dem Weingut und lagert und reift dort im Fass. Ist er dann reif, wird er in Flaschen abgefüllt. Denn irgendwie muss man das lagernde Kapital ja auch an den Mann bringen, da man für die Herstellung des Weines auch Kosten hatte. Weinhändler haben es somit auch nicht gerade einfach. Sie zahlen an das Weingut zwar den niedrigsten Preis und verkaufen alles wieder teurer, aber wie jeder Handel hat auch der Weinhandel seine Tücken. Schaut man zum Beispiel mal auf das Jahr 2005, war dort ein Überangebot von Wein vorhanden. Dies war dann nicht gerade förderlich für einen Weinhändler.

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