Essen & Wein

Der perfekte Wein zum perfekten Essen
In Spanien oder Italien ist es längst eine alte Tradition, einen guten Wein zum Essen zu genießen. Und dies sogar fast jeden Tag. Im Gegenzug wird hier in Deutschland meist nur Wein zum Essen getrunken, wenn es einen besonderen Anlass gibt. Wein ist wohl das Genussmittel Nr. 1. Dieses Getränk trinkt man wirklich nur zum Genuss und in kleinen Schlücken. Ein Wein wird zum Essen getrunken, um das Essen noch einmal abzurunden und dem Ganzen einen gewissen „Touch“ zu geben. Doch welchen Wein man nun zu welchem Essen wählen sollte, ist vielen nicht unbedingt bekannt. Deswegen gehen wir hier nun einmal auf die einzelnen Gebiete ein.

Die Wahl des richtigen Weines
Die „veralteten“ Grundregeln wie trockene Weine zu süßlichen Speisen, Weißwein immer vor Rotwein, Weißwein zu Fisch und Rotwein zu Fleisch, gelten heute meist nicht mehr. Viele neue Restaurants zielen auf Individualität und neuem Geschmackserlebnis. So kann es auch sein, das man zu Fisch auch mal einen guten Rotwein genießen kann oder aber auch einen Rosé zu Grünkohlgerichten bekommt. Es ist oftmals auch eine Sache der Saison, aber auch die des außergewöhnlichen Geschmacks. Eingefleischte Weinkenner werden sich wohl eher an die veralteten Regelungen halten. Für die, die sich mit dem Weingenre neu befassen möchten, kann es zu einer Genussreise für den Gaumen werden.

Schaut man sich nun die älteren Regeln an, wird man feststellen, das der Geschmack des Weines, oftmals genau der „Gegengeschmack“ der Mahlzeit ist. Wie oben beschrieben zum Beispiel trockene Weine zu Süßspeisen. Dies sind in der Regel auch die Standardempfehlungen, wie man sie überall finden kann. Man kann also eher sagen es sind Entscheidungshilfen, da nicht garantiert werden kann, das einem der jeweilige Wein auch vom Geschmack her zusagt. Schaut man nun noch einmal auf die Italiener oder Spanier, haben diese ja fast zur jeder Mahlzeit eine Weinkaraffe auf dem Tisch stehen. Hierbei handelt es sich meist aber nicht um besonderes teure Weine, sondern viel mehr um einen einfachen lokalen Tischwein. Es ist oftmals auch eine Frage des Gerichtes. Wie ist es zubereitet und wie ist der Endgeschmack des Gerichts. Kocht man auch zum Beispiel die Soße mit einem Wein, sollte man auch darauf achten, das man hier einen höherwertigen Kochwein in Betracht zieht. Nimmt man nämlich hier nur einen günstigen Kochwein, so besteht nachher die Möglichkeit, das man eine 0-8-15 Weinsoße bekommt und man von dem Geschmack eher enttäuscht als begeistert ist.

Für Weinkenner und die, die es noch einmal werden möchten
Möchte man den Geschmack von Süße oder der Gewürze verstärken, sollte man zu seinem Gericht einen alkoholreichen Wein reichen. So wird es ein Tanz der einzelnen Geschmäcker auf der Zunge geben. Verbindet man gerbstoffhaltigen und alkoholreichen Wein, mit bitterstoffreichen Gerichten, sind die Gerichte besser bekömmlich. Aber auch süße Weine können den bitteren Geschmack entgegenwirken. Sollte man stark fettige Gerichte zu sich nehmen und dazu einen Wein genießen wollen, sollte man sich einen Wein aussuchen, der sehr säurereich und alkoholreich ist. Diese Weine zersetzen dann die beinhalteten Fettstoffe im Körper. Die Wahrnehmung des Aromas und der Bitterstoffe eines Weines, werden durch Salz verstärkt. Hat man sich also eine salzige Speise bestellt, sollte man dies in die Weinwahl mit einbeziehen. Ist die Kohlensäurekonzentration im Wein sehr hoch, schmeckt dieser zum Essen meist süßer, als er in der Realität ist.

Das Fazit: Der eigene Geschmack steht im Vordergrund
Die Wahl des Weines ist eher eine Geschmacksfrage, als eine standardisierte Regelung. Die Geschmäcker der Menschen sind einfach sehr unterschiedlich. So kann ein sehr teurer und angesehener Wein, einem auch überhaupt nicht schmecken, wo hingegen die Weinkenner diesen Wein „vergöttern“. Es ist auch nicht unbedingt immer eine Preisfrage, welcher Wein nun am Besten schmeckt. Hier obliegt es einem wirklich selbst, was für einen Wein man letztendlich nimmt. Denn auch experimentieren macht Spaß. Einfach auch mal die Regeln brechen und zu Süßspeisen Rotwein servieren. Hat man seinen Lieblingswein dann irgendwann gefunden, ist es einem auch egal welches Gericht man isst, denn den Lieblingswein Wein trinkt man dann trotzdem dazu. Bis man allerdings an diesem Punkt angekommen ist, wartet eine lange experimentelle Probierphase durch das Reich der Weine auf einen.

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